Direktbanken

Das Phänomen der Direktbanken verbinden die meisten Menschen mit dem Siegeszug des Internets. Auch wenn die rasante Entwicklung auf dem Direktbankenmarkt ohne Frage mit dem raschen technischen Fortschritt stark verknüpft ist, so beginnt die Geschichte der deutschen Direktbanken doch schon im Jahr 1965 mit der Gründung der Bank für Sparanlagen und Vermögensbildung (BSV), der heutigen ING DiBa. Während damals nur Fax- und Briefbanking möglich war und dann Ende der achtziger Jahre auch Telefonbanking eingeführt wurde, agieren Direktbanken heutzutage fast ausschließlich über das Internet.

Seitdem Onlinebanking mittlerweile als ebenso risikofrei wie der konservative Zahlungsverkehr anerkannt ist und aus ebendiesem Grund auch weitgehend von der Bevölkerung angenommen wird, ist ein Boom bei den Direktbanken zu verzeichnen.

Aufgrund des kleineren oder gar nicht vorhandenen Filialnetzes bieten die Direktbanken in der Regel bessere Konditionen an. So sind die Zinsen bei Fest- und Tagesgeld höher, bei Krediten niedriger und die Kontoführungsgebühren bei Girokonten, Depots und Kreditkarten geringer bzw. entfallen ganz.

Die fehlenden Filialnetze wirken sich für die Kundenbetreuung nicht nachteilhaft aus, da sämtliche Prozesse mittels Onlinebanking oder von kompetenten Mitarbeitern über Telefon bearbeitet werden können.