Kreditkarten

Unter dem Begriff Kreditkarten versteht man in Deutschland unterschiedliche von Kreditinstituten angebotene Bankkarten, die zur Zahlung von Waren und Dienstleistungen verwendet werden. Sie sind nahezu auf der ganzen Welt einsetzbar. Außerdem sind sie sowohl im Alltagsleben als auch bei Onlinegeschäften als Zahlungsmittel akzeptiert.

In Europa werden Kreditkarten von VISA, Mastercard, Diners und American Express angeboten. Wobei die beiden erstgenannten Gesellschaften die am weitest verbreitete Akzeptanz aufweisen. Darüberhinaus existieren einige regionalagierende Kreditkartengesellschaften.

Wichtig ist, zu unterscheiden welche Kreditkartenarten es gibt. Die „echte“ Kreditkarte ist das klassische Modell. In Amerika und England versteht man unter credit card nahezu ausschließlich diese Form der Kreditkarte. Hierbei erhält der Karteninhaber monatlich eine Abrechnung. Dieses vorgestreckte Geld muss entweder sofort ausgeglichen oder aber in Raten abgezahlt (Revolving Credit) werden. Der Revolvierende Kredit wird auch in Deutschland immer beliebter. Die Belastungen wandeln sich hierbei zu einem Kleinkredit um. Eine Problematik die der Kunde nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Bei zu tagträumerischem Umgang damit, kann sich auf diese Weise nahezu unbemerkt eine hohe Schuldenlast anhäufen. Hier ist also Vorsicht geboten.

In Deutschland bislang eher üblich war hingegen die sogenannte Chargekarte. Hier erhält der Kunde monatlich eine Abrechnung seines Umsatzes, welche er dann auch sofort oder innerhalb von einer Frist von 30 Tagen auszugleichen hat. Häufig werden hier entsprechende Einzugsermächtigungen von einem Referenzkonto erteilt, sodass der Aufwand für den Karteninhaber gering ist. Somit stellt der Herausgeber der Kreditkarte dem Karteninhaber stets einen zinsfreien Kleinkredit, welcher allerdings auch jeweils nur kurze Zeit Bestand hat.

Weitere Angebote sind die Daily-Chargekarte, die virtuelle Kreditkarte und die Prepaid-Kreditkarte. Die Daily-Chargekarte kann im Guthaben geführt werden und sobald das Guthaben aufgebraucht ist kann der Kreditrahmen genutzt werden, der monatlich vom Referenzkonto abgebucht wird. So wird ein Gebrauch der Karte über den Kreditrahmen hinaus ermöglicht.

Die sogenannte virtuelle Kreditkarte besteht lediglich aus den für den Telefon- und Onlinekauf notwendigen Daten. Sie kann daher nicht bei realen Geschäften verwandt werden.

Letztlich existieren noch Prepaid-Kreditkarten. Hierbei befindet sich die Karte stets im Guthaben und die Gefahr des Schuldenmachens besteht nicht. Nachteil: Häufig werden Gebühren für Prepaid-Kreditkarten fällig.

Insgesamt kann festgehalten werden, dass die Kreditkarte eine enorme Erleichterung des Geschäftslebens darstellt. Ein vernünftiger Umgang – gerade beim Revolving Credit – ist jedoch dringend nötig.